Carl Laemmle

Carl Laemmle – Filmpionier, Erfinder von Hollywood

Carl Laemmle (* 17. Januar 1867 in Laupheim; † 24. September 1939 in Beverly Hills) verkörpert mit seinem Lebenswerk wie kaum ein anderer den „Urvater“ der Produzenten. Als Gründer der Universal Studios schuf er die größte und wichtigste Filmmetropole der Welt: Hollywood.

Ich bin glücklich, weil ich unzählige Millionen glücklich machen durfte. Mein wirkliches Glück liegt in der Tatsache, meine Mitmenschen amüsiert und unterhalten zu haben.

Er gehörte zu den erfolgreichsten und innovativsten Filmproduzenten seiner Zeit. Carl Laemmle schrieb Filmgeschichte. Seiner Geburtsstadt Laupheim blieb er zeitlebens eng verbunden.

Laemmle war 1884 im Alter von 17 Jahren ausgewandert und eröffnete 1906 sein erstes Kino in Chicago. 1915 zog er an die Westküste und erbaute die Filmstadt Universal City. Bis 1936 produzierte er über 9000 Filme, darunter „Der Glöckner von Notre Dame“, „Das Phantom der Oper“ oder „Im Westen nichts Neues“, wofür er 1930 den Oscar entgegennahm. Danach machte Universal mit Filmen wie „Dracula“ und „Frankenstein“ das Genre des Horrorfilms salonfähig.

Nach seinem Ausstieg aus dem Filmgeschäft 1936 setzte sich Laemmle für die zur Emigration gezwungenen Juden Deutschlands ein: Er übernahm mehr als 300 Bürgschaften und ermöglichte damit ihre Auswanderung. Carl Laemmle starb kurz nach der Entfesselung des Zweiten Weltkrieges am 24. September 1939 in seiner Villa in Beverly Hills.

Carl Laemmle um 1910

 

Foto © Museum zur Geschichte von Christen und Juden in Laupheim