Wir sind LiseLotte Films. Eine unabhängige Produktionsfirma, die wir, Lisa Purtscher und Lotta Schmelzer, 2023 gegründet haben. In weniger als drei Jahren haben wir mit unserem Debütspielfilm BABYSTAR auf dem Toronto International Film Festival premiert, den Dokumentarfilm THERE YOU GO mit SWR und NDR fertiggestellt, der ebenfalls bald Premiere feiert, die Dreharbeiten zu HYPERBABY von Romina Küper mit Lena Urzendowsky in der Hauptrolle begonnen und unsere erste Miniserie GOOD LORD für RTL vorbereitet, die im kommenden Jahr unter der Regie von Bernhard Strobel entsteht. In der gemeinsamen Entwicklung mit Kreativen sind uns innovative Ansätze und neue Erzählformen besonders wichtig. Für uns ist Film ein Medium, das nicht nur unterhält, sondern auch eine Plattform für wichtige Diskussionen bietet mit Fokus auf Geschichten, die von sozialen Strukturen erzählen und gesellschaftspolitische Relevanz haben.
BABYSTAR
Spielfilm, 98 Minuten
LiseLotte Films GmbH in Koproduktion mit ZDF Das kleine Fernsehspiel, in Kooperation mit der Filmakademie Baden-Württemberg
Luca (16) ist auf Social Media ein glücklicher Teenager und führt mit ihren Influencer-Eltern ein perfektes Insta-Gallery-Leben. Seit ihrem ersten Ultraschall haben diese Content für mittlerweile drei Millionen Follower produziert. Als Luca erfährt, dass ihre Eltern ein weiteres Kind bekommen wollen, fällt es ihr schwer, sich mit dem Gedanken anzufreunden, nicht mehr im Mittelpunkt zu stehen. Zudem überschreiten ihre Eltern immer wieder ihre Grenzen für Klicks und machen Lucas innere Kämpfe öffentlich. Um den Erwartungen ihrer Eltern gerecht zu werden, schließt Luca einen Deal mit einer KI-Firma ab, die einen digitalen Avatar von ihr erstellt, mit dem Fans interagieren können. Anfangs sucht Luca nur gelegentlich Rat bei ihrem virtuellen Selbst, doch mit der Zeit verlässt sie sich immer mehr auf ihren Avatar, bis die Grenze zwischen ihrer realen und digitalen Identität zu verschwimmen beginnt. Am Höhepunkt des Nicht-Gesehen-Werdens verlässt Luca ihre Eltern und das gemeinsame Zuhause, verfällt aber schnell in alte Muster. Verloren kehrt sie zurück und verspricht, die Geburt ihrer Schwester zu filmen, während sie erkennt, dass sich nie etwas ändern wird. Um sich und ihre Schwester zu retten, verlässt sie mit dieser das Haus und die Bildfläche.
Produzent:innen Lisa Purtscher, Lotta Schmelzer
Regie Joscha Bongard
Drehbuch Nicole Rüthers, Joscha Bongard
Kamera Jakob Sinsel
Schnitt Emma Holzapfel, Wolfgang Purkhauser
Sender ZDF Das kleine Fernsehspiel
Redaktion Melvina Kotios
Förderung MFG, Hessen Film&Medien
Luca Sommer Maja Bons
Stella Sommer Bea Brocks
Chris Sommer Liliom Lewald
Mehr Infos auf: www.liselottefilms.com
© Jakob Fliedner / Jakob Sinsel
Felix Bärwald, im Jahr 1974 geborenes Nordlicht und sozialisierter Bayer, kam auf Umwegen zum Film. Nach einer Ausbildung zum Hotelkaufmann im mondänen Hotel Vier Jahreszeiten in München, einem Kurzausflug an die LMU (Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte) folgte der Ruf auf die Bühne. Felix absolvierte ein Schauspielstudium an der Athanor Akademie in Burghausen und spielte danach Theater, drehte in Filmen und Serien und begann sich immer mehr für die andere Seite zu interessieren. Am Münchner Metropol-Theater inszenierte er u.a. die Uraufführung der Filmadaption ‚Nach der Hochzeit‘ und eine Neufassung von ‚Frankenstein‘. Daraufhin realisierte er erste Kurzfilmprojekte hinter der Kamera und reüssierte – dank Unterstützung des FFF Bayern – als quereinsteigender Regisseur. Um seine Profession als Regisseur von der Pike auf zu lernen, heuerte er bei der Bavaria Fiction u.a. bei der ARDTelenovela „Sturm der Liebe“ an, und drehte für Lucky Bird Pictures ‚Watzmann ermittelt‘. Felix entwickelte erste Konzepte u.a. für die Münchner LEONINE und schrieb die Drehbücher zur Amazon Prime Serie ‚Friedliche Weihnachten‘. Aktuell entwickelt Felix für die LAX Film die morbide Comedy Serie ASHES TO ROSE für die er bereits einen Konzepttrailer produziert hat. Im Herbst 2023 gründete Felix mit Pauline die Milk Pictures. Bei Paulines Regiedebüt KALTER HUND war Felix federführender Produzent. Felix ist verheiratet, hat drei Söhne und lebt in München.
Pauline Roenneberg wurde 1984 in München geboren, verbrachte dann aber einen Teil ihrer Kindheit in den USA. Nach ihrem Abitur studierte sie zunächst Theaterwissenschaften, Neue deutsche Literatur & Geschichte an der LMU in München. Nebenbei arbeitete sie als Regieassistentin am Münchner Metropol Theater, wo sie 2005 auch Felix Bärwald kennenlernte. 2007 begann sie schließlich ihr Regiestudium an der HFF München, Ihre Dokumentar-Serie ‚früher oder später‘ – mit der sie 2018 ihren Abschuss an der HFF München machte – gewann den ‚No Fear Award‘ bei First Steps, den ‚FFF Förderpreis Dokumentarfilm‘ beim DOK.fest München, und war unter anderem für den ‚Deutschen Kamerapreis‘ und den ‚Deutschen Dokumentarfilm Musikpreis‘ nominiert. Im Sommer 2023 erschien die Dokumentarserie ‚Farm Rebellion‘ auf Disney+, die in enger Zusammenarbeit mit Doris Dörrie entstand. Hier führte Pauline bei Folge 2 und 4 die Regie und drehte im Rahmen des Projektes in Deutschland, England, Chile und Brasilen. Paulines fiktionales Kino-Debüt KALTER HUND, welches sie gemeinsam mit Felix Produzierte feierte im Juli 2026 seine Weltpremiere auf dem Internationalen Filmfest München im Wettbewerb Neues Deutsches Kino. ‚Kalter Hund’ ist eine schwarze Mumblecore-Komödie, bei der sie ihre langjährige Erfahrung im Bereich der Schauspiel-Improvisation mit ihrem dokumentarischen Know-How kombinierete. Schon bei ihrem deutsch-chinesisch Kurzfilm ‚Honeymoon‘ entwickelte sie ihre eigene doku fiktonale Regietechnik, die ihre Kraft aus dem spontanen Moment improvisierter Dialog zieht. Der Film feierte 2019 bei den Hofer Filmtagen Premiere und wurde daraufhin für den Deutschen Kurzfilmpreis vorgeschlagen. Bereits für ihren ersten fiktionalen Kurzfilm ‚Ein gewisses Zimmer‘, der während ihres HFF Studiums entstand, wurde Pauline mit dem ‚Starter Filmpreis‘ der Stadt München ausgezeichnet. Angesichts der schwierigen Lage des deutschen Kinos verfasste Pauline mit ihren Regie- Kolleginnen Eileen Byrne & Franziska Margarethe Hoenisch 2023 den Appell ‚Angst essen Kino auf‘ – in dem sie von der deutschen Filmlandschaft mehr Mut und Risikobereitschaft fürs Nachwuchskino fordert. Innerhalb weniger Wochen wurde der Aufruf von über 1200 Filmschaffenden unterzeichnet, darunter namhafte Filmschaffende aus allen Gewerken. Der Erfolg dieser Initiative motivierte Pauline zusammen mit Felix die Milk Pictures zu gründen, um zukünftig selbstbestimmt mutige Stoffe produzieren zu können. Pauline lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in der Nähe von München.
KALTER HUND
Spielfilm, 138 Minuten
Milk Pictures in Koproduktion mit Construction Film & ZDF Das Kleine Fernsehspiel
Am Morgen seines 100sten Geburtstags findet Fanny ihren Großvater tot in seinem Bett. Er hat sich mit einem Barbiturat für Kleintiere das Leben genommen, welches Fanny ihm nichtsahnend vom familiengeführten Gnadenhof besorgt hatte. Und so sieht sich die Familie gezwungen, vor den geladenen Geburtstagsgästen eine absurdes Schmierentheater aufzuführen, um den Tod des Patriarchen geheim zu halten und so das makellose Bild der Familie zu wahren. Trotz aller Mühen platzt die „Bombe“ vor versammelter Mannschaft – doch es bleibt keine Zeit zu trauern, denn nun ist auch noch das Testament verschwunden. Und so entflammt ein gnadenloser Erbstreit in Fannys Familie, der alte Machtverhältnisse ins Gegenteil verkehrt und die gesamte Sippe schließlich dazu zwingt, gemeinsam eine Familienaufstellung zu machen… KALTER HUND ist ein tragisch-komischer Mumblecorefilm über Lebenslügen & Familiengeheimnisse, die über Generationen hinweg ihre unsichtbaren Spuren hinterlassen.
Produzent:innen Felix Bärwald, Pauline Roenneberg
Koproduzent:innen Veronica Ferres, Julia Rappold
Buch & Regie Pauline Roenneberg
Dramaturgie & Co-Autorin Britta Schwem
Kamera Bernd Effenberger
Schnitt Amparo Mejías & Pauline Roenneberg
Sender ZDF Das kleine Fernsehspiel
Redaktion Loren Müller
Förderung FFF Bayern, Deutscher Filmförderfonds
Marianne Corinna Harfouch
Fanny Lea Drinda
Valerie Victoria Mayer
Karoline Karoline Eichhorn
Kasimir Thomas Mraz
Mehr Infos auf: www.milk-pictures.de
© Milk Pictures UG
Paulina Lorenz (*1994 in Hamburg) ist Produzentin, Drehbuchautorin und Gründerin von JÜNGLINGE FILM. Dort entwickelt sie widerständige Film- und Serienprojekte an der Schnittstelle von Arthouse, Genre und Popkultur. Sie studierte Kultur- und Migrationswissenschaften an der Universität Hildesheim, der Brown University und der Universität Kopenhagen. Zu ihren Arbeiten als Produzentin zählen Futur Drei (2020), ausgezeichnet mit zwei TEDDY Awards, die Tribeca-Serie Schwarze Früchte (2024), die den Serienpreis der Televisionale gewann, sowie Staatsschutz (2026), ausgezeichnet mit dem Panorama Publikumspreis. Als Drehbuchautorin schrieb sie unter anderem für KRANK BERLIN (Apple TV+/ZDF), EUPHORIE (RTL+) und ZEIT Verbrechen (Paramount+/RTL+).
Jorgo Narjes (*1991 in Köln) ist ein deutsch-griechischer Filmproduzent. Auf das Bachelor- Studium der Medien- und Kulturwissenschaften an der Bauhaus-Universität Weimar folgt das Studium der Filmproduktion an der Tisch School of the Arts (New York University) und dem Goldsmiths College in London. Für X Filme produzierte er die preisgekrönte Serie ZEIT VERBRECHEN (Regie: Jan Bonny, Helene Hegemann, Mariko Minoguchi, Faraz Shariat). Die Serie feierte Premiere auf der Berlinale, wurde für den Grimme-Preis nominiert und mit zwei Deutschen Fernsehpreisen ausgezeichnet. Jorgo co-produzierte außerdem Agnieszka Hollands Film FRANZ K., der seine Premiere beim TIFF feierte, als polnischer Beitrag für die Oscar-Einreichung ausgewählt wurde und drei Nominierungen für den Europäischen Filmpreis erhielt. Zuletzt produzierte er für Jünglinge Film gemeinsam mit Paulina Lorenz den neuen Kinofilm von Faraz Shariat, STAATSSCHUTZ, der 2026 im Panorama der Berlinale Premiere feiern durfte und u.a. mit dem Panorama Publikumspreis ausgezeichnet wurde. Gemeinsam mit Roshanak Khodabakhsh und Jennifer Stahl hat Jorgo das Job Einstiegs- Programm NewMotion ins Leben gerufen, das sich für eine nachhaltige Diversifizierung von Produktionsstrukturen einsetzt.
Faraz Shariat (geb. 1994) ist ein iranisch-deutscher Filmemacher. Sein Coming-of-Age- Spielfilmdebüt Futur Drei feierte 2020 auf der Berlinale Premiere und wurde unter anderem mit zwei Teddy Awards sowie zwei First Steps Awards ausgezeichnet. Seitdem führte Shariat Regie bei Episoden der Serienadaption Druck sowie der britischen Horrorkomödie The Baby (HBO/Sky). Darüber hinaus produzierte er die ARD-Dramedy Schwarze Früchte, die im Juni 2024 beim Tribeca Film Festival Premiere feierte und später im selben Jahr in Deutschland ausgestrahlt wurde. Seine jüngste Fernseharbeit, ZEIT Verbrechen: Love by Proxy, wurde 2024 im Panorama der Berlinale präsentiert. 2026 kehrte Shariat mit seinem zweiten Kinofilm, dem Politthriller Staatsschutz, zur Berlinale zurück. Der Film wurde dort mit dem Panorama-Publikumspreis, dem CICAE Art Cinema Award sowie dem Heiner-Carow-Preis ausgezeichnet. Staatsschutz kommt im Herbst 2026 international in die Kinos. Shariat ist Stipendiat der Villa Aurora in Los Angeles und schreibt derzeit gemeinsam mit Ottessa Moshfegh an seinem englischsprachigen Debüt The Beach Boy.
STAATSSCHUTZ
Spielfilm, 113 Minuten
Jünglinge Film GmbH in Koproduktion mit ZDF und ARTE
Mit staatlichen Mitteln und staatlicher Autorität – so will junge Staatsanwältin Seyo Kim rechter Gewalt in Ostdeutschland entgegentreten. Als sie selbst ins Visier gerät und einen rassistischen Anschlag überlebt, entscheidet sie sich entgegen der ausdrücklichen Weisung ihrer Behörde in eigener Sache zu ermitteln. Es gelingt ihr, einen der Täter vor Gericht zu bringen. Mit Nachdruck geht sie daran, ihn als Teil eines rechten Netzwerks zu enttarnen. Sie gräbt tief in Archiven, rollt alte „Einzelfälle“ auf und lässt scheinbar harmlose Zeugen ins Messer laufen. Die deutsche Staatsanwaltschaft umweht der Mythos der „objektivsten Behörde der Welt“. Doch während ihres Gerichtsprozesses erlebt Seyo am eigenen Leib, was es bedeutet, den Kampf für Gerechtigkeit in einem Staat zu führen, der mit zweierlei Maß misst und rechte Gewalt nicht nur verharmlost, sondern mitunter deckt.
Produzent:innen Paulina Lorenz, Jorgo Narjes, Faraz Shariat
Regie Faraz Shariat
Drehbuch Claudia Schaefer
Ko-Autorinnen Dr. Sun-Ju Choi, Jee-Un Kim
Kamera Lotta Kilian
Schnitt Friederike Hohmuth
Sender ZDF, ARTE
Redaktion Burkhard Althoff (ZDF), Melvina Kotios (ZDF), Martin Gerhard (ZDF/ARTE), Daniela Muck (ARTE)
Förderung FFA, Film- und Medienstiftung NRW, BKM, MBB, Hessen Film & Medien, nordmedia, Deutscher Filmförderfonds
Seyo Kim Chen Emilie Yan
Alexandra Tiedemann Julia Jentsch
Ayten Alican Alev Irmak
Osta Forch Arnd Klawitter
Osta Quant Sebastian Urzendowsky
Min-Su Kotbong Yang
Anwältin Franziska Haas Kathrin Angerer
Maida Cali Mercy Dorcas Otieno
Pascal Röder Max Krause
Mehr Infos auf: www.juenglinge-film.de
© Lotta Kilian, Jünglinge Film